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GOLDHAWKS

Goldhawks, das hört sich nach den Weiten des amerikanischen Westens an, nach dem Flug des Goldfalken über die Prärie. Doch weit gefehlt: Das britische Quintett hat sich nach seiner Heimat, der Goldhawk Road im Westen Londons, benannt. No sleep ’til Hammersmith, sozusagen. Doch mit Metal haben Goldhawks nichts zu tun. Stattdessen haben sie sich in ihrer relativ kurzen Bandgeschichte bereits Vergleiche mit den späten Simple Minds, Bruce Springsteen, Echo and the Bunnymen und sogar U2 verdient. Was alles ein bisschen überrascht, sind doch Londoner nicht gerade dafür bekannt, gleich mit dem Stadionrock eines Boss abzugehen. Aber hier passt einfach alles zusammen: Statt in einwandfreiem britischem Englisch, schimmert beim Gesang mehr ein amerikanischer Akzent durch.

Goldhawks

Der Sound ist ebenso großzügig wie das Land weit ist: kräftige Gitarren, wirbelndes Keyboard, stabiles Bassfundament und treibende Schlagzeugschläge, wie man es eben kennt. In Wahrheit aber, und das ist das Schöne, wird hier kein Klischee vom amerikanischen Stadionrock zitiert. Der Sänger Bobby Cook kommt eher vom Folk, verehrt Band wie Noah And The Whale und steht völlig auf Soul. Das macht die Musik der Goldhawks ziemlich tricky. Auf der einen Seite riecht man den Schweiß der Rocker wie eben Springsteen oder U2, gleichzeitig wird diese Attitüde vielfach gebrochen und reflektiert. Fast könnte man sagen, die Goldhawks seien ein Spaß für jedermann, denn das Komplizierte im Einfachen zu verpacken, gefällt allen. Das Debütalbum „Trick of Light“ wird im Herbst erscheinen, einen Vorgeschmack bieten die Singles „Where in the World“ und „Running Away“, die bereits auf allen britischen Radio-Playlists stehen.

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